Ein toller Beruf

7 Juni 2016

Jeden Monat erhalten wir Dutzende von Anrufen und jeder ist für uns einzigartig! Auf die Begrüssung folgt die konkrete Frage – die Person am anderen Ende der Leitung weiss jeweils genau, was sie in dem Moment von uns braucht. Die Anfragen sind vielfältig: Betreuung zuhause über Alzami pro, Entlastung für die Angehörigen, juristische Fragen, Beratung, Adressauskünfte oder ganz einfach nur das Bedürfnis, dass einem jemand zuhört.

Ein schüchternes Hallo, dann Stille. Man merkt, dass dem Anruf hier ein langer, manchmal schmerzhafter Reflexionsprozess vorausgegangen ist. Manchmal ist es nicht einfach zu wissen, womit man anfangen oder wo man Hilfe holen soll. Sei es die junge Frau, deren Mutter das Gedächtnis verliert, sich aber weigert, einen Arzt aufzusuchen, oder die ältere Dame, die sich erst anzurufen traut, als ihr Mann weg ist, damit er es nicht mitbekommt. Oder der erschöpfte Ehemann, der merkt, dass er es beim besten Willen nicht mehr schafft, neben seinem Beruf auch noch alleine die Pflege seiner Ehefrau zu übernehmen. Oder aber der Sohn, der schreckliche Schuldgefühle hat, weil er sich über seine Mutter ärgert, deren Gedächtnis immer schlechter wird. All diesen Menschen hören wir zu und versuchen zu verstehen, mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben, um ihnen eine Orientierungshilfe oder konkrete Ratschläge geben zu können – oder zumindest ein offenes Ohr für sie zu haben und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken.

Und dann wäre da noch Frau Marguerite, deren Arzt ihr gesagt hat, sie hätte «die Alzheimerkrankheit» und die absolut nicht mit dieser Diagnose einverstanden ist und uns dies unbedingt mitteilen will! Also ruft sie auch am nächsten Tag und am übernächsten Tag wieder an und merkt langsam, dass sie schon wieder vergessen hat, dass sie uns ja bereits angerufen hatte. Da wir uns durch die mehrfachen Gespräche also bereits vertraut sind, fragt sie mich auch gleich, wer denn diese Dame nochmal war, von der ich erzählt hatte (sie vergisst also doch nicht alles!) und die ihr jemanden vermitteln könnte, der mit ihr spazieren geht.

Und wenn wir dann den Hörer auflegen, denken wir oft: Was für ein toller Beruf!

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