Eine Woche im «Paradiesli»

10 August 2016

Dank meiner tauben Katze stehe ich jeden Tag im «Paradiesli» – das ist unser Zuhause – früh auf. Ihr lauter Schrei weckt mich jeden Tag, so brauche ich keinen Wecker. Beide Katzen werden gefüttert, danach gibt es einen morgendlichen Tee für meine Partnerin.

Dabei besprechen wir jeweils den Tag gemeinsam und schauen, was ansteht: Einkaufsliste, Besuche oder andere Ämtli. Danach fährt sie zur Arbeit, ich gehe zum Briefkasten die Zeitung holen. Frühstücken, Zeitunglesen und dann die Sommertage geniessen. Es ist für mich schön draussen im Garten im «Paradiesli» zu sein und den Garten in seiner vollen Pracht zu bestaunen. Auch die Katzen begleiten mich nach draussen in die Wärme.

Montags besucht mich meine Freundin. Ich freue mich auf ihre Besuche. Wir gehen oft spazieren, den Hügel hinauf um in die Weite zu blicken. Sie bringt ein feines Mittagessen mit, manchmal isst sie mit mir. Den Nachmittag verbringe ich draussen mit Lesen, oder ich gehe mit der Einkaufsliste vom Morgen einkaufen. Freue mich dann auf meine Partnerin, wenn sie am Abend nach Hause kommt. Das Abendessen bereite ich uns jeweils vor. Gegessen wird draussen im Garten, wenn es schönes Wetter ist. Ich geniesse diese Zeit sehr.

Am Dienstag freue ich mich jeweils am Nachmittag auf das «GT», Gedächtnistraining. Da ich leider mein grosses Motorrad vor ein paar Monaten abgeben musste, laufe ich jeweils von zu Hause ins «GT» und wieder zurück. Ich freue mich immer sehr mit anderen zusammen zu sein.

Am Mittwoch und Donnerstagmorgen hat meine Partnerin frei, sie arbeitet nur noch 70%. Wir freuen uns beide auf diese gemeinsame Zeit. Oft unternehmen wir etwas. Wir gehen zum Beispiel «lädele» nach Basel oder Kaffee trinken – wir sind richtige Kaffeetanten. Manchmal brauchen wir auch die Zeit für die Buchhaltung oder Arztbesuche, weil alles etwas langsamer geht.

Am Freitag geht sie wieder arbeiten und ich besuche am Morgen für drei Stunden ein Malatelier. Es sind nur 2-3 Kolleginnen und ein liebenswürdiger Maler, der mich unterstützt bei meinen Werken. Manchmal brauche ich etwas Zeit, bis ein Werk vollendet ist.

Wir gehen beide sehr gerne in die Ferien. Soeben sind wir aus Lissabon zurück, wo wir 6 Tage verbracht hatten. Meine Gedanken dazu: Eine hübsche Altstadt mit alten Trams in engen Gassen, schönes Wetter, abends ist der Himmel zartrosa, Musiker geben ihre Werke in unsere Ohren, wir geniessen ein feines Essen, Spaziergänge durch die Strassen, an den Strassenwänden dekorative Kacheln und Spiegeln. Abends leuchten städtebauliche Prachtbauten der Neuzeit. Es ist eine wohltuende Atmosphäre in dieser Stadt.

Hier geht es zum ersten Tagebucheintrag von Frau Dietrich.

Nationale Demenz Konferenz Header 01A2

Nationale Demenzkonferenz 2022

Die Nationale Demenzkonferenz findet am 28. April 2022 in Bern und online statt und widmet sich der Diagnostik und Früherkennung von Demenzerkrankungen.

Welche Verfahren und Technologien ermöglichen eine frühe Diagnose? Welche ethischen und sozialen Herausforderungen gehen mit einer Diagnose einher? Diesen Fragen gehen Expertinnen und Experten an der Konferenz nach. Sie wendet sich an Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Mehr Infos: www.demenz-konferenz.ch

18 März 2022

Prävalenzzahlen 1 Zugeschnitten

Zahlen und Fakten zu Demenz in der Schweiz

Jedes Jahr veröffentlich Alzheimer Schweiz Schätzungen, wie viele Menschen in der Schweiz an Demenz erkrankt sind. Die Prävalenzahlen zeigen, wie viele Personen in einer Gruppe (Alter, Geschlecht) in einem bestimmten Zeitraum von Demenz betroffen sind.

 

26 Oktober 2021

Arbeitsleben Demenz Beat Vogel Bearbeitet

«Es tat gut, noch gebraucht zu werden»

Als er an Demenz erkrankte, war Beat Vogel Leiter Infrastruktur bei der Pädagogischen Hochschule Luzern. Mit einem kleinen Pensum und einfachen Aufgaben konnte der heute 61-Jährige im Team weiterarbeiten, bis es nicht mehr möglich war. Alle Beteiligten ziehen eine positive Bilanz.

12 August 2021