Nationaler Aktionstag der Kampagne #vollpersönlich

22 Januar 2020

Heute, am 22. Januar 2020, ist es endlich wieder soweit! «Coffee-to-go» Kunden erhalten schweizweit selbstgestrickte Cupholder als Botschafter für das Thema Demenz. Wir sind vor Ort bei der Verkaufsstelle, die sich als erste für die diesjährige Kampagne #vollpersönlich angemeldet hatte.

Heute, am 22. Januar 2020, ist es endlich wieder soweit! «Coffee-to-go» Kunden erhalten schweizweit selbstgestrickte Cupholder als Botschafter für das Thema Demenz. Wir sind vor Ort bei der Verkaufsstelle, die sich als erste für die diesjährige Kampagne #vollpersönlich angemeldet hatte.

Seit letztem September haben unzählige Freiwillige schweizweit über 50’000 Cupholder gestrickt. Parallel dazu, begeistert von der Aktion und voller Tatendrang, stellten sich Cafés, Restaurants, Tankstellen, Kioske und Bäckereien als Abgabestellen dieser Cupholder zur Verfügung. Allen vorab das Sphères, an der Hardturmstrasse 66 in Zürich. Dieses hat sich als erste Verkaufsstelle angemeldet. «Über andere Krankheiten wird offen kommuniziert, bei Demenz scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein», so Philipp Probst, der Inhaber des Sphères. Ihm ist es ein Anliegen, ein Zeichen zu setzen und mitzuhelfen, dass Demenz nicht tabuisiert wird und Betroffene auf Unterstützung zählen können.

Demenzbetroffene gehören zum Alltag und nehmen am öffentlichen Leben teil, das wissen die Mitarbeiter im Sphères aus eigener Erfahrung.

«Wir hatten hier einen Stammgast: Anna*. Sie kam regelmässig vorbei, um hier zu essen. Wir merkten mit der Zeit, dass Anna etwas verwirrt war, manchmal Dinge vergass. Aber die Routine, der bekannte Ort und auch ihr Hund halfen Anna lange Zeit den Weg zu uns und auch wieder nach Hause zu finden. Plötzlich kam sie nicht mehr ins Sphères. Wir haben nachgefragt und über ihre Schwester erfahren, dass Anna wegen ihrer fortschreitenden Demenz nicht mehr alleine zuhause wohnen konnte. Sie musste in ein Heim umziehen. Wir wollten sie besuchen, aber sie liess über ihre Schwester ausrichten, dass sie keinen Besuch wünsche. Und heute ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass sie uns wohl auch nicht mehr erkennen würde.»

Die ehemalige Stammkundin Anna ist bei rund 155’000 Menschen mit Demenz in der Schweiz kein Einzelfall. Sie gehören zu unserer Gesellschaft und jeder kann dazu beitragen, dass sie weiterhin Teil des öffentlichen Lebens bleiben. Als Gastronom trifft Philipp Probst tagtäglich die unterschiedlichsten Menschen. Er möchte als Kampagnen-Teilnehmer mithelfen, die Bevölkerung für Demenz im Alltag zu sensibilisieren:

«Demenz sollte nicht tabuisiert werden und Betroffene sollen wissen, wo Sie Unterstützung erhalten und sich nicht abkapseln. Mit der Aktion im Sphères hoffe ich, beim einen oder andern einen Stein ins Rollen zu bringen und ein Bewusstsein für diese Krankheit zu schaffen.»

*Name der Redaktion bekannt

Nationale Demenz Konferenz Header 01A2

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Die Nationale Demenzkonferenz findet am 28. April 2022 in Bern und online statt und widmet sich der Diagnostik und Früherkennung von Demenzerkrankungen.

Welche Verfahren und Technologien ermöglichen eine frühe Diagnose? Welche ethischen und sozialen Herausforderungen gehen mit einer Diagnose einher? Diesen Fragen gehen Expertinnen und Experten an der Konferenz nach. Sie wendet sich an Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Mehr Infos: www.demenz-konferenz.ch

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